LHC-Reparatur dauert länger
Alle Kabelverbindungen werden überprüft
Der Neustart des weltgrößten Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Kernforschungszentrum CERN ist erneut um drei Wochen auf nunmehr Oktober verschoben worden. Das teilte das CERN am Wochenende in Genf mit.
Im kreisförmigen, 27 Kilometer langen und im Grenzgebiet von Frankreich und der Schweiz unterirdisch verlegten Tunnel des LHC sollen Elementarteilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und mit bisher unerreichter Wucht zur Kollision gebracht werden.
Dabei entstehen Energien, wie sie Sekundenbruchteile nach dem Urknall geherrscht haben. Die Wissenschaftler - darunter auch zahlreiche Österreicher - erhoffen sich davon neue fundamentale Einblicke, wie die Materie und damit unsere Welt aufgebaut ist.
Der LHC war am 13. September nach 13 Jahren Bauzeit in Betrieb gegangen. Am 19. September führte eine fehlerhafte Verbindung im supraleitendenen Verbindungskabel zweier Magnete im LHC-Sektor 3-4 allerdings wieder zur Abschaltung.
Neue, nichtinvasive Technologien seien entwickelt worden, um nun auch die anderen rund 10.000 Verbindungen rund um den LHC-Ring zu überprüfen, teilte CERN weiters mit. In Sektor 4-5 wird demnach zumindest eine weitere schadhafte Verbindung vermutet.
(dpa/futurezone)
