Steve Jobs hatte Lebertransplantation
Apple-Chef soll wie geplant Ende des Monats zurückkehren
Apple-Chef Steve Jobs hat laut einem Zeitungsbericht eine neue Leber bekommen. Das gewöhnlich sehr gut informierte "Wall Street Journal" ("WSJ") berichtete heute, Jobs habe sich der Lebertransplantation vor etwa zwei Monaten unterzogen. Er solle wie geplant bis Ende des Monats ins Tagesgeschäft zurückkehren. Jobs, der als wichtigste treibende Kraft hinter den Erfolgen des iPhone- und Mac-Herstellers gilt, hatte im Jänner eine Krankheitsauszeit genommen. Er selbst erklärte, er müsse eine Hormonstörung behandeln lassen, durch die er Gewicht verliere.
Möglicherweise werde Jobs in den ersten ein bis zwei Monaten nach seiner Rückkehr auf Empfehlung der Ärzte nur halbtags arbeiten, schrieb das "WSJ" weiter unter Berufung auf informierte Personen. Eine Apple-Sprecherin wiederholte auf Anfrage der Zeitung lediglich, dass der Konzernchef wie angekündigt Ende des Monats zurückerwartet werde. Anfang des Jahres hatte bereits die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet, Jobs plane eine Lebertransplantation.
Kritik von Aktionären
Apple hatte in den vergangenen Monaten Kritik von den Aktionären für seine Informationspolitik zu Jobs' Gesundheit einstecken müssen. Einige Anteilseigner forderten ausführlichere Angaben, da Jobs von herausragender Bedeutung für die Zukunft des Unternehmens sei.
Die Aktie war zunächst eingebrochen, konnte sich zuletzt aber wieder erholen, da das Geschäft von Apple auch während der Abwesenheit des charismatischen Konzernchefs gut lief. Allerdings soll Jobs auch vom Krankenbett aus an strategischen Entscheidungen beteiligt gewesen sein.
(dpa)
