Warnung vor Wurm "Fizzer"
Virenschutzhersteller warnen vor einem neuen Wurm namens "Fizzer", der sich rapide im Netz verbreitet.
Der Wurm versendet sich über einen eigenen SMTP-Server via E-Mail und infiziert die Rechner auch über P2P-Tauschbörsen wie KaZaA. Betroffen sind dabei PCs mit Windows-Betriebsystem.
Bei einer Infektion installiert "Fizzer" einen Keylogger, der alle Tastaturanschläge aufzeichnet und in einer Datei speichert. Ein ebenfalls auf die Festplatte kopiertes "Backdoor-Utility" erlaubt einem Angreifer das Auslesen der Datei mit den Tastatureingaben des Users. Zudem werden Scan-Routinen einiger gängiger Antiviren-Programme nach jedem Neustart deaktiviert.
Bisher wurden vor allem Infektionen aus Asien und den USA gemeldet, doch auch in Europa scheint die Infektionsrate zu steigen. MessageLabs hat in Großbritannien bis 15.30 Uhr [GMT] innerhalb von 24 Stunden 17.765 Fälle gezählt und daher die Warnung auf "high risk" gesetzt.
MessageLabsVerbindung mit IRC-Channels
Der Wurm hat mehrere Adressen von IRC-Channels integriert. Sollte ein Chat-Programm auf dem infizierten Rechner installiert sein, so verbindet sich der Wurm mit diesen.
Er verschickt sich selbstständig mit wechselnden Betreff-Zeilen an alle Adressen aus dem Windows-sowie Outlook-Adressbuch. Die Dateianhänge enden in der Regel auf .exe, .pif, .com oder .scr. Zudem soll der Wurm in regelmäßigen Abständen eine Geocities-Website nach Updates durchsuchen.
Erhöhte Verbreitungschancen werden "Fizzer" laut Trend Micro im deutschsprachigen Raum eingeräumt, weil viele der Betreffzeilen in deutscher Sprache daherkommen und manche gar in eindeutiger Dialektfärbung. "Koi luscht zum schaffe" heißt es schwäbelnd in einer,"keine Lust zu arbeiten".
Virenschutz-Updates
Auch Virenschutz-Softwarehersteller Ikarus, Symantec, Kaspersky
Lab und F-Secure haben Warnungen und Updates auf ihren Websites
bereitgestellt.
Infos bei Ikarus
