Chip als Erkennungsmerkmal für Tiere
Ein kleiner Mikrochip - per Injektionsnadel unter die Haut gepflanzt - soll helfen, verloren gegangene Tiere leichter auffindbar zu machen.
Bei ausgesetzten oder verloren gegangenen Tieren lässt sich derart der Besitzer leichter ermitteln. Wird ein verletztes Tier von Unbekannten zum Arzt gebracht, ist zudem ein Zugriff auf die Krankengeschichte möglich.
"Diese Kennzeichnung sollte Teil der ersten Behandlung sein", so Wolf-Dietrich Fircks, Rektor der Veterinärmedizinischen Universität. Im Tierspital werden herrenlose Hunde schon seit längerem dieser Prozedur unterzogen. Die Kosten: etwa sieben bis acht Euro für den Chip, 13 Euro für die Registrierung. Die Registrierung kann nur durch einen Tierarzt erfolgen.
Die vier verschiedenen Modelle sind untereinander kompatibel. In Datenbanken wie "Animaldata" können alle wichtigen Informationen eingetragen werden. Findet ein Veterinär ein entlaufenes Tier, kann über die gescannte Nummer der Besitzer ausfindig gemacht werden.
AnimaldataSollte die Suche erfolglos bleiben, gibt es noch die Möglichkeit, bei Europetnet fündig zu werden. 24 nationale Datenspeicher sind dort vernetzt.
EuropetnetVorbehalte gegen Fremdkörper
Manche Tierbesitzer hegen Abneigung gegen das "Chipping", weil dabei ein Fremdkörper in das Tier eingepflanzt wird.
Günter Haider vergleicht die Kennzeichnung mit einer Zahnbehandlung, bei der bisweilen auch Implantate eingesetzt werden. Außerdem handle es sich nicht um einen Sender, sondern um einen passiven Chip. Erst durch den Scanner wird der Chip aktiv.
In einer EU-Richtlinie ist die Kennzeichnung von Hunden bereits vorgesehen, hieß es bei einer Vorführung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.
Bei Rennpferden bereits verbreitet
Speziell bei Rennpferden wird das System schon jetzt verbreitet angewendet, so Rene Van den Hoven von der I. Medizinischen Uniklinik für Einhufer. Mit Chip sollen Manipulationen bei Pferdewetten ausgeschlossen werden.
