NASA und Google kooperieren

google space
18.12.2006

Vereinbarung über Zusammenarbeit bei Forschungsprojekten, Datenverarbeitung und Publikation von NASA-Daten im Internet

Die US-Raumfahrtbehörde NASA und der Medienkonzern Google haben am Montag in Washington D. C. einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Google und das Ames Research Center der NASA werden, so die Pressemitteilung, auf zahlreichen Gebieten von der Verarbeitung großer Datenmengen bis hin zu deren Visualisierung und Publikation im Internet zusammenarbeiten.

Auch in Sachen verteiltes Rechnen und Mensch-Maschine-Schnittstellen wollen die NASA und Google fortan gemeinsam nach Lösungen suchen.

Google soll zunächst vor allem mit NASA-Daten Echtzeit-Wetterkarten und detaillierte Globen von Erde, Mond und Mars im Netz verfügbar machen.

Was diese Vereinbarung für das Projekt World Wind, den Open-Source-Globus der NASA und einzige Ernst zu nehmende Konkurrenz für Google Earth bedeutet, ist noch nicht absehbar.

In den World-Wind-Foren und -Fanblogs werden die Auswirkungen des neuen Deals mit Google bereits hitzig diskutiert. Eine wichtige Frage dabei ist, inwieweit eine staatliche Einrichtung solche Agreements mit einem Privatunternehmen abschließen sollte.

Im Weblog The Earth is Square geht ein erfahrener World-Wind-Nutzer die Punkte der Kollaboration der NASA mit Google Earth einzeln durch, um festzustellen, dass World Wind all die dort aufgelisteten Funktionen bereits biete.

Wichtig ist der World-Wind-Community vor allem, dass die NASA-Daten öffentlich frei verfügbar bleiben um den Open-Source-Globus auf deren Grundlage weiterentwickeln zu können.

Frank Taylor vom Google Earth Blog vermisst in der Vereinbarung genauere Details über das weitere Vorgehen der neuen Partner. Ansonsten weist er darauf hin, dass die NASA über so große Datenmengen verfüge, dass sowohl die Google-Earth- als auch die World-Wind-Entwickler mehr als genug Material zur Verarbeitung in ihren Projekten erwarte.