Online-Videodienste rüsten auf
Von Hyperlinks in Online-Videos über die webbasierte Aufnahme von Videos bis hin zur Verbindung von Clips mit Instant-Messaging-Funktionen: Online-Videodienste locken mit neuen Features.
Vor kurzem präsentierte das israelische Start-up PlyMedia seinen Dienst BubblePly. Damit können ausgewählte Sequenzen von Online-Videos mit Zusatzinformationen versehen werden. Das webbasierte Werkzeug, das Online-Videos mit einer zusätzlichen Informationsschicht überzieht, ermöglicht so auch die Integration von Hyperlinks in Online-Videos.
Demnächst sollen Online-Videos über den Dienst auch mit zusätzlichen Grafiken, Audiofiles und Videos versehen werden können.
Derzeit können über BubblePly Clips von zehn Online-Videoplattformen, darunter YouTube, Google Video und MySpace, bearbeitet werden.
Infos für Gebrauchsanweisungen
Während BubblePly mit seinem Dienst auf den Spaßfaktor setzt - beworben wird vor allem das Versehen von Videos mit Sprechblasen -, setzt das deutsche Unternehmen Capcom mit der an der Universität Darmstadt entwickelten ADIVI-Technologie [Add digital information to video] auf den professionellen Bereich.
Bei ADIVI können frei wählbare Objekte in einem Video mit weiterführenden Informationen [Text, Grafik, Audio und weiteren Videos] verknüpft und den Nutzern interaktiv zugänglich gemacht werden. Die Technologie soll unter anderem bei Video-Manuals von Technologieunternehmen zum Einsatz kommen.
Online-Aufnahme bei YouTube
YouTube, der Marktführer im Online-Videogeschäft, hat unterdessen still und heimlich ein neues Feature präsentiert.
Mittels QuickCapture können Videos webbasiert aufgenommen und sogleich auf YouTube gespeichert werden. Dazu ist lediglich eine am Computer angeschlossene Webcam erforderlich. Ein Flash-Recorder besorgt den Rest.
Chat zum Video
Im YouTube-Labor TestTubes kann seit kurzem auch das Feature "Streams" getestet werden.
Mit Hilfe von "Streams" können YouTube-Nutzer simultan Videos im Netz sehen und sich gleichzeitig über eine eingebaute Instant-Messaging-Funktion über das Gesehene unterhalten.
Einen ähnlichen Dienst hat Mitte November auch das Internet-Portal Lycos mit "Lycos Cinema" präsentiert. Für den gemeinsamen "Online-Kinobesuch" ist der Download einer proprietären Software erforderlich.
