24.04.2003

MICROSOFT

Bildquelle: MS

Windows Server 2003 auf dem Markt

Mit rund 18 Monaten Verspätung hat der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft am Donnerstag mit der Auslieferung seines neuen Betriebssystems "Windows Server 2003" begonnen.

Ursprünglich sollte das in der Entwicklungsphase mehrfach umbenannte System schon im Herbst 2001 ausgeliefert werden, doch der Marktstart wurde immer wieder verschoben. Microsoft-Gründer Bill Gates hatte dann im Frühjahr 2002 seinen Programmierern einen mehrwöchigen Entwicklungsstopp verordnet, um das Sicherheitskonzept von Windows komplett zu überarbeiten.

Der neueste Microsoft-Wurf nach Windows 2000 und Windows XP soll demnach besonders "schnell und sicher" sein.

Ab 399 Euro

Der Einsteigerpreis beträgt 399 Euro, die Standardversion soll rund 650 Euro kosten.

Im Gegensatz zu früheren Windows-Versionen würden beim neuen System alle Sicherheitsfunktionen standardmäßig eingeschaltet. Bequeme Anwender, denen die Sicherheitsmaßnahmen zu lästig seien, könnten sie jedoch wieder deaktivieren, so Microsoft.

Al Gillen, Analyst des Marktforschungsinstituts IDC, bescheinigte dem weltweit führenden Softwarekonzern Fortschritte, nachdem die Vorgängersysteme Windows 2000 und NT4 immer wieder durch Sicherheitslücken Schlagzeilen gemacht hatten. "Microsoft bewegt sich in die richtige Richtung."

Microsoft hat nach eigenen Angaben mehr als 70.000 Partner auf die Markteinführung, Implementierung und Services des neuesten Microsoft-Produktes vorbereitet. Darüber hinaus hätten rund 555.000 Kunden an einem Customer-Preview-Programm teilgenommen.

Innenministerium als Referenzkunde

In Österreich werden das Innenministerium und die Bank Austria Creditanstalt [BA-CA] als Referenzkunden genannt. Künftig sollen alle 31.000 Innenministeriums-Mitarbeiter - vor allem Polizei und Gendarmerie - das neue Betriebssystem nützen, vieles hängt aber von der angespannten Budgetsituation ab. Derzeit hat das Ministerium 140 Windows Server 2003 in Betrieb genommen und versorgt damit 850 Arbeitsplätze. Insgesamt soll es im Ressort künftig 500 statt bisher 1.500 Server geben. Die Umstellung kostet 30 Mio. Euro.