Nokia übertrifft Quartalserwartungen
Nokia hat im ersten Quartal angesichts der schwachen Nachfrage in der Netzwerksparte einen leichten Gewinnrückgang verzeichnet, die Erwartungen der Analysten aber übertroffen. Auch im zweiten Quartal werde die Netzwerksparte wieder die Erträge belasten.
Der Proforma-Gewinn je Aktie habe in den ersten drei Monaten 0,18 Euro je Aktie betragen nach 0,19 Euro ein Jahr zuvor, teilte das finnische Unternehmen mit.
Damit übertraf Nokia die eigene Prognose und die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit einem Proforma-Gewinn je Aktie von 0,16 Euro gerechnet hatten.
Vor Steuern verringerte sich der Proforma-Gewinn von 1,313 auf 1,263 Milliarden Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Analysten waren hier von einem Ergebnis von 1,108 Milliarden Euro ausgegangen. Der Umsatz ging von 7,01 auf 6,77 Milliarden Euro zurück. Für das zweite Quartal rechnet Nokia mit einem Proforma-Gewinn je Aktie von 0,13 bis 0,16 Euro. Der Nokia-Aktienkurs zog am Donnerstag um rund drei Prozent auf 14,17 Euro an.
Netzwerksparte mit Verlusten
Nokia hatte Mitte März bereits angekündigt, wegen der schwachen Nachfrage in der Netzwerksparte werde sich im Quartal ein leichter Umsatz- und Gewinnrückgang ergeben. Der Proforma-Gewinn war mit 0,15 bis 0,17 Euro je Aktie prognostiziert worden.
In der Netzwerksparte, die rund 20 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, wies Nokia für das erste Quartal einen Verlust von 127 Millionen Euro nach einem Plus von 146 Millionen Euro im Vorjahr aus. In dieser Sparte will Nokia im zweiten Quartal Rückstellungen von 350 bis 400 Millionen Euro bilden.
Nokia hatte vor einer Woche mitgeteilt, in seiner unter schwacher Nachfrage leidenden Mobilfunk-Netzwerksparte nochmals 1.800 Arbeitsplätze oder zehn Prozent der Stellen streichen zu wollen. Das Unternehmen leidet wie andere Ausrüster unter der Investitionszurückhaltung der Telekom-Anbieter.
Nokia streicht 1.800 Stellen
