Nachfrage nach IT-Jobs soll wieder steigen
Stagnierende oder sogar steigende Arbeitslosenzahlen haben viele IT-Jobsuchende in den letzten zwei Jahren entmutigt.
Doch entgegen der jetzigen Situation sehen Ökonomen und Demografen in Zukunft eher das Problem des Arbeitskräftemangels auf uns zukommen.
Eine aktuelle Studie des Aspen-Institutes zur Erwerbstätigkeit in den USA kommt zu dem Schluss, dass bis 2010 auf jeden neuen Erwerbstätigen 2,6 neue Jobs kommen sollen. "In den nächsten 20 Jahren wird man jede Arbeitskraft brauchen", so der Bericht.
Die Gruppe der Erwerbstätigen im Alter zwischen 25 und 54 Jahren sei in den letzten zwei Jahrzehnten zwar um 22 Prozent gewachsen, bis 2020 sei bevölkerungsstatistisch jedoch kein weiteres Wachstum in dieser Gruppe zu erwarten.
Aspen InstituteBeruf mit Zukunft: Softwareentwickler
Doch die Experten sind sich nicht einig, wann genau dieser Umschwung stattfinden wird.
"Nicht das Ob, sondern das Wann ist noch fraglich", sagte Jeff Taylor, Chef der Online-Jobbörse Monster.com.
Von den 30 Berufszweigen, die von 2000 bis 2010 am schnellsten wachsen sollen, fallen 17 in den Gesundheitssektor. Der begehrteste Beruf des nächsten Jahrzehnts soll aber der des Softwareentwicklers sein.
Vor wenigen Jahren konnten Jobsuchende noch wählen
Laut Österreichischer Computergesellschaft war 2001 das letzte
Boom-Jahr der IT-Branche, lediglich zehn bis 15 Prozent der Branche
haben seither das "klassische" New-Economy-Schicksal mit raschem
Wachstum und folgendem Absturz erlitten. "Vor zwei, drei Jahren
hatten wir einen reinen Bewerbermarkt. Oft konnten die Leute aus 40
Stellenangeboten auswählen. Derzeit verzeichnen die Unternehmen
richtige Wellen von Initiativbewerbungen", so Thomas Andres von
Jobpilot.
IT-Arbeitsmarkt normalisiert sichBis 2010 sollen demnach auf dem US-Arbeitsmarkt statt bisher 380.000 das Doppelte an Softwareentwicklern von Anwendungen [760.000] benötigt werden.
An zweiter Stelle steht der Beruf des Support-Spezialisten, dessen Bedarf um 97 Prozent auf 996.000 steigen soll. An dritter Stelle liegen wieder die Entwickler, diesmal für Systemsoftware, mit einem Wachstum von 90 Prozent.
Weiters soll die Nachfrage nach Systemadministratoren, Netzwerktechnikern und Datenbankspezialisten drastisch steigen.
