08.04.2003

XDSL IN AT

Bildquelle: PhotoDisc

Breitband-Absatz geht zurück

Auch wenn niemand genauere Zahlen nennen will, das zweite Quartal dieses Jahres läßt sich für die Breitband-Anbieter nicht gut an. Die Nachfrage dämpft nicht allein der Krieg, noch mehr betrifft die Branche eine Aktion, die ihr eigentlich nutzen sollte.

Die Steuernachlässe für Erstbezieher von DSL und anderen schnellen Leitungen jetzt schon anzukündigen, wenn sie erst Anfang Juli in Kraft träten, sei ein wenig überlegter Schritt der Regierung gewesen, heisst es unisono aus der Branche.

Das habe nun dazu geführt, dass Neukunden ihre Bestellungen bis in den Frühsommer verschieben. Weil nur Erstbezieher in den Genuss des Nachlasses kommen, nicht aber jene, die zu noch schnelleren Leitungen wechseln, rechnen die Provider dennoch mit Hochbetrieb in den Callcentern.

Wenn nur ein Teil der Kunden versuche, sich durch Kündigung und Neuanmeldung in "Erstbezieher" zu verhandeln, werde es außer Spesen auch noch Ärger geben, befürchtet man.

Quer durch die Branche werden deshalb Roll-outs von Produkten umgeplant und vordatiert, mit Inode und Silverserver sind am Montag die "üblichen Verdächtigen" vorgeprescht.

So ist bei Inode neu eine xDSL-Standleitung mit 2320 Kbit [Downstream] bei 256 Kbit [Upstream] für alle entbündelten Gebiete östereichweit zu haben, bei allen bestehenden privaten xDSL-Produkten wird die Bandbreite bei gleichbleibendem Preis erhöht.