Mit E-Commerce gegen "Friendly Fire"
Die Angst vor irrtümlichen Angriffen durch US-Streitkräfte hat bei britischen Soldaten in Irak die Nachfrage nach ihren eigenen Landesflaggen erheblich angekurbelt.
Nach den jüngsten "Friendly Fire"-Zwischenfällen im Kriegsgebiet würden die Soldaten nun massenhaft den Union Jack online bestellen, um sich vor Angriffen der US-Verbündeten besser schützen zu können, meldete die Londoner Tageszeitung "The Times".
Die Fahne solle eine deutliche Identifizierung auf dem Schlachtfeld ermöglichen. Der größte britische Flaggenhersteller United Flag Traders im südwalisischen Swansea komme mit der Produktion kaum nach. Der Hersteller hat auch schon die Flagge des kurdischen Autonomiegebietes im Angebot.
United Flag TradersAngst vor "Cowboys"
Schon vor dem Krieg hätten viele britische Soldaten sich mit der Landesflagge ausgestattet, um sich durch klare Identifikation zu schützen, sagte der Chef des Fahnenherstellers, Charles Ashburner, der Zeitung. "Sie hatten anscheinend mehr Angst vor den Amerikanern als vor den Irakern."
Ende März war bei einem Angriff eines US-Kampfflugzeugs auf einen britischen Konvoi in der Nähe von Basra ein Soldat getötet worden.
Kameraden des Getöteten hatten daraufhin den US-Piloten als "Cowboy" bezeichnet, der "einen draufmachen wollte". Insgesamt wurden nach offiziellen Angaben bislang fünf Briten durch Beschuss aus den Reihen der Alliierten getötet.
