03.04.2003

AUFTRITT

Bildquelle: CT

Cesky Telecom startet in Österreich

Der führende tschechische Telekommunikationskonzern Cesky Telecom [CT] hat alle Vorbereitungen für den Markteintritt in Österreich abgeschlossen.

Zuletzt hat der mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche und an der Prager Börse gelistete Konzern im Februar die Wiener Tochter Czech Telecom Austria GmbH gegründet, die auch eine Telekom-Lizenz erworben hat und einen eigenen Zugangsknoten im Rechenzentrum der Firma Interxion in Wien errichtet.

Markteintritt "Schritt für Schritt"

Die CT sieht sich dabei nicht nur als Konkurrenz zu den österreichischen Telekom-Anbietern. Zur Telekom Austria [TA] etwa bestünden gute Beziehungen, die auch in Zukunft aufrechterhalten bleiben sollen, sagte der Geschäftsführer der Czech Telecom Austria, Michal Taborsky.

Vorzugsweise wolle man Geschäftspartner für andere Betreiber sein. Ein und dasselbe österreichische Unternehmen könne in Zukunft aber sowohl Partner, Kunde als auch Konkurrent zugleich sein.

Der Markteintritt in Österreich soll je nach Bedarf und Erfolg "Schritt für Schritt" erfolgen.

Die CT sieht ihre Chancen vor allem als qualitativ hochwertiger und kostengünstiger Nischenanbieter für den Datenverkehr zwischen West- und Osteuropa. "Wir versuchen als Brücke zwischen Ost und West zu agieren", meinte Stuart Evers, Direktor für internationale Voice-Dienstleistungen. Starke Nachfrage nach einer West-Erweiterung sei von den tschechischen Kunden gekommen.

Cesky Telecom setzte im Vorjahr 52,9 Mrd. tschechische Kronen [1,65 Mrd. Euro] um und zählt zu den zehn größten Unternehmen des Landes.

Mit einer Ebitda-Marge von 49,5 Prozent und einem Nettoergebnis von 4,3 Mrd. Kronen zählt sich die CT zu den profitabelsten Telekom-Betreibern Europas.