SMS als "Retter des Festnetzes"
Den unter Wirtschaftsflaute und Kundenschwund leidenden Betreibern von Telefonfestnetzen soll einer Studie zufolge das Geschäft mit SMS-Kurznachrichten aus der Krise helfen.
Eine Untersuchung zum Weltmarkt für Festnetz-SMS, die der Unternehmensberater Frost&Sullivan am Mittwoch vorstellte, attestiert Netzbetreibern "erhebliche Wachstumschancen", falls es ihnen gelinge, SMS auch in der Festnetztelefonie zur Standardanwendung zu machen.
Zur Begründung verweist die Studie auf die Entwicklung im Mobilfunk: Im Gegensatz zu den Sprachdiensten sei der SMS-Markt in den vergangenen fünf Jahren trotz gleich bleibender, zum Teil sogar steigender Tarife exponentiell gewachsen.
Relativ geringe Investitionen würden demnach ausreichen, das Festnetz unter anderem durch spezielle Handsets technisch SMS-fähig zu machen.
TA bringt SMS im FestnetzZielgruppe: Geschäftsleute und Senioren
Im vergangenen Jahr seien laut Statistik der GSM-Association weltweit fast 366 Milliarden SMS-Nachrichten verschickt worden.
Bei einem Durchschnittspreis von zehn US-Cent pro SMS entspreche das einem Umsatz von insgesamt 36 Milliarden USD [rund 33 Mrd. Euro].
Zwar ließen sich mit Festnetz-SMS möglicherweise nicht die gleichen Umsätze erwirtschaften wie mit Mobil-SMS, so Frost&Sullivan-Branchenanalyst Nathan Budd.
In einigen Marktnischen könne sich das Engagement aber durchaus lohnen. Als mögliche Zielgruppen nennt die Analyse Geschäftsleute, aber auch Kinder und Senioren.
