01.04.2003

KONTROLLE

Bildquelle: PhotoDisc

Bei Schuleschwänzen kommt SMS

Millionen von Schülern weltweit schwänzen regelmäßig den Unterricht.

In Frankreich soll es den jugendlichen Müßiggängern nun im Zuge einer Schulreform an den Kragen gehen. Die Reform des Familienministers Christian Jacob sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, die von Herbst an für volle Klassenzimmer sorgen sollen.

So testen bereits Hunderte von Schulen das neue Alarmsystem via SMS. Fehlt der Sprössling zu Schulbeginn, bekommen die Eltern diese Info sofort per Kurzmitteilung: "Monsieur, Madame, Ihr/e Sohn/Tochter ist heute nicht zum Unterricht erschienen."

Die Vorteile gegenüber einem mahnenden Brief liegen auf der Hand: geringe Kosten, schnelle Zustellung, und der Schüler kann die Mahnung nicht abfangen.

Schnelle Weiterleitung via Strichcode

Eine Schule in Marseille wendet eine andere Technologie an: Hier versuchen die Lehrer der zahlreichen Fehlstunden mittels Strichcodes zumindest bürokratisch Herr zu werden.

Strafmandate für Schulschwänzer

Doch nicht nur das schnelle Vertratschen per SMS und Strichcode, sondern auch hohe Bußgelder sollen den Jugendlichen den Spaß am Schulschwänzen verderben.

Die Erziehungsberechtigten sollen mit bis zu 750 Euro statt bisher 150 Euro zur Kasse gebeten werden können.

Auch in Österreich dürften die Schulen notorische Schwänzer anzeigen. Bei Minderjährigen würde dann eine Geldstrafe für die Erziehungberechtigten fällig, ab 14 Jahren muss der Schüler seine Strafe selbst berappen.

Doch mit dieser ganzen Härte des Gesetzes gehen derzeit kaum Schulen gegen unentschuldigt vom Unterricht abwesende Burschen und Mädchen vor.