31.03.2003

IRAK-KRIEG

Bildquelle: GSM-A

GSM-Gruppe zum irakischen Handynetz

Die GSM-Association hat sich in der Diskussion über den Standard des zukünftigen irakischen Mobilfunknetzes zu Wort gemeldet.

Nachdem der US-Kongressabgeordnete Darrell Issa aus Kalifornien in einem offenen Brief an Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ein CDMA-Mobilfunknetz gefordert hatte, veröffentlichte nun Rob Conway, CEO der GSM Association, ein entsprechendes Statement und übt dabei heftige Kritik an dem Abgeordneten.

Vor allem verurteilt Conway die nationalistischen Untertöne in dem Brief des Repräsentanten.

GSM als "französiche" Technologie

"Die richtige Zeit, über die Technologie zu diskutieren, ist, wenn der Konflikt vorüber ist", erklärte Conway in seiner Aussendung. "Die Intervention des Abgeordneten Issa, die GSM als veralteten französischen Standard darstellt, kommt nicht nur zu einem schlechten Zeitpunkt, sondern ist auch falsch."

Issa hatte in seinem Brief an Rumsfeld GSM als ausschließlich europäischen, im Speziellen französischen Standard dargestellt. Offensichtlich wollte der Kongressabgeordnete die zurzeit herrschende antifranzösische Stimmung ausnutzen.

Der Abgeordnete vertritt San Diego, wo sich die Zentrale von Qualcomm, Entwickler der CDMA-Technologie, befindet. Der Technologiekonzern gehört zu den größten Wahlkampfspendern Issas.