Red Hat teilt Linux-Linie
Der US-Linuxdistributor Red Hat ändert seine Vertriebsstrategie. Das Softwareunternehmen trennt seine Angebotspalette endgültig in eine Linux-Version für Unternehmen und eine Low-End-Linie für Endbenutzer.
Red Hat will seinen Geschäftskunden damit eine stabile Plattform bieten können, während gleichzeitig im Endkundenbereich immer die neueste Technologie eingeführt werden könne.
Ab Red Hat Linux 9
Die neue Strategie soll mit der Version Red Hat Linux 9 [RHL] mit
Codenamen "Shrike" wirksam werden. Red Hat Enterprise Linux [RHEL]
soll Produktzyklen von zwölf bis 18 Monaten aufweisen.
Red Hat Enterprise LinuxAb 31. März um knapp 40 USD
RHL 9 soll zahlenden Abonnenten des Download-Service Red Hat Networks [RHN] ab 31. März zur Verfügung stehen. In den Handel kommt Red Hat 9 eine Woche später.
Der Sprung zu Version 9 stellt eine Abweichung vom bisherigen Schema dar, hatte Red Hat doch bisher immer Zwischenversionen wie 7.1 und 7.2 veröffentlicht.
Die erste Betaversion der Software wurde bereits im Dezember unter der Bezeichnung 8.1 mit dem Codenamen Phoebe veröffentlicht. Das RHL-9-Paket wird voraussichtlich 39,95 USD kosten.
Unternehmen und Abonnenten
Das Softwareunternehmen setzt vor allem große Hoffnungen auf
seine RHEL-Linie und seine kostenpflichtigen Abonnentenservices.
Red Hat NetworksBilanz 2002
Red Hat hat am Dienstag seine Ergebnisse für das vergangene Quartal sowie das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt.
Mit einem Verlust von 65.000 USD bei einem Umsatz von 25,9 Mio. USD im vergangenen Quartal bleibt das Unternehmen etwas unter den Erwartungen der Analysten, die einen Umsatz von 26,8 Mio. USD erwartet hatten.
Im Jahresergebnis steigerte Red Hat seinen Umsatz um 15 Prozent auf 90,9 Mio. USD. Der Nettoverlust konnte von 140,2 Mio. USD auf 6,4 Mio. USD verringert werden.
