Labels verlieren Rechtsstreit in China
Der chinesische Suchmaschinenbetreiber Baidu setzt sich vor Gericht gegen internationale Musikkonzerne durch.
Eine Klage von sieben Musikkonzernen, darunter EMI, Sony BMG, Warner Music und Universal, gegen Baidu wurde von einem Gericht in Peking zu Gunsten des chinesischen Unternehmens entschieden.
Baidu wurde von den Labels beschuldigt, den nicht lizenzierten Download von 137 Stücken aus dem Reportoire der Labels begünstigt zu haben. Die Labels hatten auch verlangt, dass Baidu seine MP3-Suche schließt und umgerechnet rund 170.000 Euro Schadenersatz bezahlt.
"Keine Urheberrechtsverletzungen"
Das chinesische Gericht verwies darauf, dass Baidu keine Urheberrechtsverletzungen begangen habe, da die Musik-Files von externen Servern heruntergeladen wurden und Baidu lediglich darauf verlinkt habe.
"Ernsthafte Schwierigkeiten"
Hätten sich die Musikkonzerne mit ihrer Klage durchgesetzt, wäre der chinesische Suchmaschinensektor in ernsthafte Schierigkeiten gekommen, sagte ein Baidu-Sprecher gegenüber der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.
John Kennedy, der Vorsitzende des Internationalen Verbandes der Musikindustrie [IFPI], kündigte an, dass die IFPI die Labels im Falle einer Berufung gegen den Gerichtsentscheid unterstützen werde.
Auch Yahoo China im Visier der IFPI
Die IFPI, die rund 1.400 Labels aus mehr als 70 Ländern vertritt, hat vor kurzem auch Yahoo China wegen Urheberrechtsverletzungen geklagt.
(futurezone | Reuters)
