Cable and Wireless ist wieder flüssig
Der britische Telekom-Konzern Cable & Wireless kann nach einer überraschend schnellen Einigung mit den britischen Steuerbehörden wieder über bisher gesperrte Barmittel in Höhe von 2,21 Milliarden Euro verfügen.
Das britische Unternehmen teilte am Dienstag mit, es herrsche nach einer Vereinbarung mit den Steuerbehörden nun Klarheit über die Zahlungsverpflichtungen des Konzerns. Damit stehe das Unternehmen auf einer soliden finanziellen Basis.
Im Gegenzug zur Freigabe der auf einem Sperrkonto liegenden 1,5 Milliarden Pfund zahlt Cable & Wireless eigenen Angaben zufolge 380 Millionen Pfund an die Behörden.
Das Sperrkonto war vom Unternehmen zu Jahresbeginn eröffnet worden, um mögliche Steuernachforderungen des Fiskus an die Deutsche Telekom erfüllen zu können.
C&W-Aktien brechen um 40 Prozent einVerkauf von One2One
Die Deutsche Telekom hatte 1999 von Cable & Wireless Anteile an dem britischen Mobilfunkanbieter One2One [jetzt T-Mobile UK] erworben. Der Verkäufer hatte zugesagt, für eventuell nachträglich auftretende Steuerverbindlichkeiten bis zu einer Höhe von 1,5 Milliarden Pfund aufzukommen.
Das Bekanntwerden dieser Zusicherung hatte den Aktienkurs von Cable & Wireless im Dezember 2002 auf 37 Pence und damit auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren fallen lassen. Am Dienstag schnellte der Aktienkurs um mehr als 20 Prozent auf 73 Pence hoch.
