25.03.2003

WODKA

Bildquelle: ORF.at

Schnaps versorgt Handy mit Strom

Handys und Laptops könnten künftig mit einem Schluck Wodka laufen. US-Forscher haben eine Bio-Brennstoffzelle entwickelt, die mit Hilfe von Alkohol elektrischen Strom produziert.

Die enzymkatalysierten Brennstoffzellen hätten Tests mit Gin und Wodka bereits bestanden, berichten die Entwickler.

Der Schlüssel zur Zelle ist ein neues Polymer, das die Ethanol abbauenden Enzyme schützt.

Empfindliche Enzyme

Die Forscher der Universität St. Louis nutzten Ethanol und Enzyme zur Ablösung des Wasserstoffs, damit der Sauerstoff mit Alkohol reagieren kann und elektrischer Strom entsteht.

Ein Problem stellten aber bisher die Enzyme in den Bio-Brennstoffzellen selbst dar. Sie gingen binnen weniger Tage kaputt, weil die Enzyme auf geringfügige Veränderungen des pH-Wertes und der Temperatur sehr empfindlich reagieren.

Um das Problem zu lösen, hefteten Wissenschaftler bisher die Enzyme an die Elektroden. Sie neigten aber dennoch zur raschen Auflösung.

Forscher unter der Leitung von Shelley Minteer umhüllten daher die Elektroden mit einem porösen Kunststoff. Dadurch kann ein neutraler pH-Wert erhalten werden. Die Poren sind klein genug, um die Enzyme einzuschließen, und groß genug, damit der Alkohol passieren kann. "Die Enzyme arbeiten bereits seit zwei Monaten und funktionieren noch immer", betont Minteer.