26.03.2003

MADONNA

Bildquelle: Warner

Anti-Kriegs-Song online veröffentlicht

Der Verkauf von Madonnas neuer Anti-Kriegs-Single "American Life" über Websites vor dem eigentlichen CD-Release könnte eine neue Richtung für Online-Musikdistribution aufweisen.

Seit Montag kann der Song ohne Beschränkung für umgerechnet 1,40 Euro [1,49 USD] heruntergeladen werden. Das ist ein neuer Weg der Sängerin, die bis dato der digitalen Distribution eher abgeneigt war.

Zusätzlich gibt es noch ein Partnerprogramm, das "Madonna Project", bei dem Websites Bonuspunkte sammeln konnten, wenn User über Banner von der jeweiligen Seite das Lied vorbestellten oder nunmehr kaufen.

Keine Einschränkungen

Jeder Käufer erhält das Lied in MP3-Format [128 oder 192 KBit/s] ohne jegliche Limitationen wie Kopierschutz oder Ähnliches. Das Lied kann sowohl auf CD gebrannt als auch auf diverse digitale Geräte kopiert werden.

Vorbestellungen wurden bereits vor einer Woche angenommen. Sollte die Single vor dem 24. März ins Netz kommen, würden die Fans ihr Lied per E-Mail zugeschickt bekommen, versprach die Website der Sängerin. Am Sonntag fand das Lied dann seinen Weg ins Netz und wurde am selben Tag verschickt.

Madonna war eine der ersten Künstlerinnen, die sich gegen das Erscheinen von Liedern vor Release auf P2P-Tauschbörsen wie Napster aufregte. Seitdem hat sie sich vor allem gegen den Verkauf ihrer Musik über den Online-Musikhandel wie Pressplay und Rhapsody gestellt.

Kampagne gegen P2P-Tausch

Die aktuelle Single wird nun jedoch auch zusätzlich in diversen legalen Online-Musikservices verkauft.

Einziger Wermutstropfen für Fans außerhalb der USA könnte jedoch sein, dass die Single digital laut Website ausschließlich in den USA vertrieben wird. So wird das Lied wohl dennoch seinen Weg in die Tauschbörsen finden. Der offizielle Erscheinungstermin soll in wenigen Wochen sein.

Madonna unterstützte letztes Jahr eine millionenschwere Kampagne gegen den illegalen Download von Musik aus dem Internet.

In den USA wurden Werbespots und Anzeigen in TV, Radio und Zeitungen geschaltet, um das "Unrechtsbewusstsein" der User zu erhöhen.