Weniger Gewinn für ASTRA-Betreiber
Der weltgrößte Satellitenkonzern und ASTRA-Betreiber SES Global hat im vorigen Jahr trotz Umsatzsteigerung rund 75 Mio. Euro [27 Prozent] weniger Gewinn gemacht als 2001.
Das Nettoergebnis der Gruppe verringerte sich auf 205 Mio. Euro. Der SES-Umsatz lag 2002 bei 1,35 Mrd. Euro.
Für 2003 erwartet das Luxemburger Unternehmen einen Umsatzeinbruch.
Einbußen werde es vor allem wegen geänderter Verträge zwischen ASTRA und Premiere geben und wegen der Umstellung von analoger auf digitale Technologie in Großbritannien. So werden weniger Kapazitäten von SES genutzt. Zudem sei der Vertrag von Americom und dem Fernsehanbieter Primestar in den USA ausgelaufen.
Als Grund für den Einbruch 2002 nannte SES am Montag Firmenwertabschreibungen und Finanzierungskosten nach dem Kauf von GE Americom.
Neuordnung im Satelliten-Business15,8 Mio. Haushalte mit ASTRA-Empfang
Der Satellitenkonzern gibt seinen momentanen Auftragsbestand mit sechs Mrd. Euro an. SES Global kündigte für 2003 die Entwicklung neuer Produkte und die Ausweitung der geografischen Präsenz an.
ASTRA steigerte nach Angaben von SES Global seine Reichweite im deutschsprachigen Raum [Deutschland, Österreich und Schweiz] im vorigen Jahr um 780.000 digitale Satellitenhaushalte auf insgesamt 2,4 Millionen.
Insgesamt versorgt ASTRA damit nach eigener Darstellung 15,8 Mio. Haushalte mit analogem oder digitalem Satellitendirektempfang, weitere rund 24 Mio. Haushalte beziehen ASTRA-Angebote über das Kabel.
Verlust von Astra 1K
Die Societe Europeenne des Satellites S.A. [SES Global] hatte
zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als Ende vorigen Jahres der bisher
größte zivile Satellit Astra 1K abstürzte. Der 110 Mio. teure
Satellit war mit einer russischen Rakete gestartet, hatte aber wegen
Versagens einer Antriebsstufe seine Position nicht erreicht.
Astra 1K im Pazifik versenkt
