Handys treiben Chipabsatz mit an

2006/2007
16.11.2006

In immer mehr Geräten, auch Handys, werden Chips verbaut - sehr zur Freude der Chipproduzenten. Diese erwarten eine Wachstumsbeschleunigung.

Der Branchenverband SIA sagt für den Halbleitermarkt 2006 einen Anstieg der Erlöse von 9,4 Prozent auf 248,8 Milliarden Dollar voraus.

Im kommenden Jahr werde der schwankungsanfällige Halbleiterumsatz dann um zehn Prozent und ein Jahr später um 10,8 Prozent zulegen. Diese Prognosen waren allerdings etwas niedriger als noch im Sommer.

Handys auf Platz zwei

Laut Verband sorgt vor allem die steigende Nachfrage nach Handys, Fernsehern, digitalen Kameras und Musikspielern für den Wachstumsschub.

Handyproduzenten sind laut SIA die zweitwichtigsten Abnehmer nach den PC-Herstellern geworden. Bei Mikroprozessoren schwächelt der Absatz allerdings etwas: Hier erwartet der Branchenverband ein Minus von fünf Prozent.

Der jüngsten Prognose zufolge wird die Chipindustrie weltweit zulegen, besonders kräftig jedoch im Raum Asien-Pazifik. Die Region dürfte 2009 demnach knapp die Hälfte des Chipmarktes ausmachen.

DRAM-Speicher besonders gefragt

Besonders deutlich könnte das Wachstum laut SIA bei DRAM-Speichern mit fast 30 Prozent ausfallen.

Auch bei signalverarbeitenden Chips, die Audio- und Videoinformationen in digitale Signale umwandeln, rechnet der Verband für dieses Jahr mit Zuwächsen. Ebenso dürfte sich das Geschäft mit Flash-Speicherchips verbessern.

Mit Abstand weltgrößter Chiphersteller ist der US-Konzern Intel. Bei Speicherchips ist Samsung Electronics Marktführer.

(Reuters)