Ruhiger Start für Reisepass mit Fingerabdruck

KONTROLLE
30.03.2009

Viele haben noch vergangene Woche einen Reisepass ohne elektronisch gspeicherten Fingerabdruck beantragt.

Die neuen Reisepässe mit elektronisch gespeichertem Fingerabdruck führen offenbar nicht zu einem Massenandrang. An den Wiener Passämtern herrschte am Montag Normalbetrieb, in Graz gab es nur geringfügig höhere Kundenfrequenz. Lediglich in Innsbruck war von einem "Run" auf die neuen Reisedokumente die Rede.

Reisepass mit Fingerabdruck:

- Bei Kindern werden die Fingerabdrücke ab zwölf Jahren erfasst.

- Die Gültigkeitsdauer für die neuen Pässe beträgt weiterhin zehn Jahre.

Außerdem hatten in den letzten Tagen viele die Gelegenheit genutzt, sich rasch noch Pässe ohne Fingerabdrücke zu holen. Die Staatsdruckerei rechnet ebenfalls nicht mit einem Ansturm auf die neuen Pässe - zumal die alten ihre Gültigkeit behalten.

Ruhiger Start in Graz und Salzburg

In Graz gibt es zwar "geringfügig mehr" Anträge auf den neuen Pass. Von einem "enormen Andrang" wie bei der Einführung des Hochsicherheitspasses 2006 könne aber keine Rede sein, berichtet das Servicecenter der Stadt. Das Magistrat Salzburg vermeldete bist 10.00 Uhr in etwa ein Viertel mehr Passanträge als sonst.

Viele Grazer und Salzburger dürften vergangene Woche allerdings auch noch die Möglichkeit genützt haben, sich den alten Pass ohne Fingerprints zu besorgen. Daher war die Kundenfrequenz in beiden Städten schon in den letzten Tagen höher als sonst.

Tiroler "Run" auf neue Pässe

Von einem "großen Run" auf die neuen Pässe berichtete dagegen die Sprecherin der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck - allein in den ersten drei Stunden wurden am Montag 57 Bestellungen abgegeben. Der Ansturm sei vorhersehbar gewesen. Viele Tiroler hätten im Vorfeld angerufen, sich erkundigt und extra auf den neuen Pass gewartet.

"Notpass" ohne Fingerprint

Weiterhin ohne Mikrochip und Fingerabdruck - und auch ohne fünftägige Wartezeit - ausgestellt wird übrigens der "Notpass". Dieser wird aber nur genehmigt, wenn man direkt vor einer unaufschiebbaren Reise steht und den Pass daher dringend braucht.

Auf den Notpass zurückgreifen können auch Personen, die vorübergehend keine Fingerprints abgeben können. Als Dauerlösung für Fingerprint-Verweigerer taugt der Notpass allerdings kaum: Er kostet ebenfalls 69,90 Euro, ist aber nur auf ein Jahr (statt zehn Jahre) befristet.

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(APA)