Eminem zieht gegen Universal ins Feld

USA
24.02.2009

Die Produktionsfirma des US-Rappers Eminem hat in Kalifornien einen Musterprozess zu Tantiemen für Musik-Downloads angestrengt.

Wie das Online-Magazin The Wrap meldet, wird am Dienstag (Ortszeit) vor einem kalifornischen Bezirksgericht (Central District of California) das Verfahren in einer Klage der Produktionsfirma F.B.T. des Musikers Eminem gegen den Musikkonzern Universal Music Group (UMG) eröffnet werden. Der UMG gehört das Label Aftermath, bei dem Eminem unter Vertrag ist.

Lizenz oder Vertrieb

F.B.T. ist der Ansicht, dass Universal rund 1,3 Millionen US-Dollar an Tantiemen aus dem Download-Geschäft mit iTunes und diversen Klingeltonanbietern zurückhalte, und hatte den Konzern geklagt.

Die Jury soll unter anderem entscheiden, ob es sich bei den Downloads um ein Lizenzgeschäft oder um ein Vertriebsgeschäft handelt. Der Unterschied, so der von The Wrap befragte Anwalt Jay Cooper, sei für die Künstler gewaltig. Bei Lizenzgeschäften würden die Einnahmen zwischen Plattenfirma und Künstler gleich geteilt. In diesem Fall würde der Künstler beim Download eines iTunes-Tracks bis zu 35 US-Cent erhalten.

Würden die Downloads als Vertriebsgeschäfte eingestuft, erhielte der Künstler dabei weniger als 20 Cent. Gewinnt Eminems Firma den Fall, werden die Musikkonzerne auch an andere Künstler voraussichtlich viel Geld auszahlen müssen.

In den ersten Verträgen, die Eminems Firma 1998 mit Universal abgeschlossen hatte, war von Downloads noch keine Rede gewesen. Eminems Anwälte beziehen sich aber auf Aussagen von Apple-Chef Steve Jobs in seinem offenen Brief an die Labels vom Februar 2007, laut denen es sich bei den Geschäften zwischen seinem Haus und den Musikkonzernen um Lizenzabkommen handle.

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