Nvidia-Umsätze sacken ab
US-Grafikchip-Hersteller gerät in Verlustzone
Der US-Grafikchip-Hersteller Nvidia leidet wegen der Wirtschaftskrise weiterhin unter der angespannten Nachfrage. Im Schlussquartal (bis 25. Jänner) des abgeschlossenen Geschäftsjahres brachen die Umsätze um 60 Prozent auf 481,1 Millionen Dollar ein. Der Nettoverlust belief sich auf 147,7 Millionen Dollar gegenüber einem Gewinn von 257 Millionen Dollar noch ein Jahr zuvor.
Erst vor rund vier Wochen hatte das Unternehmen seine Umsatzprognose wegen eines befürchteten schlechten vierten Quartals bereits deutlich nach unten korrigiert, die Zahlen sackten allerdings noch deutlicher ab. Aufs Jahr gesehen ging der Umsatz um 16 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zurück. Nach einem Gewinn von 797,6 Millionen Dollar noch ein Jahr zuvor rutschte das Unternehmen mit einem Minus von 30 Millionen Dollar in die Verlustzone.
Kostenbremse
Das Unternehmen, das mit seinen Grafikchips mit AMD - nach dessen Übernahme von ATI - sowie inzwischen auch mit Intel konkurriert, wolle weiter auf die Kostenbremse steigen, teilte Nvidia mit. Nach bereits eingeleiteten Einsparungen in allen Geschäftsbereichen, der Senkung von Reisekosten und einem Einstellungsstopp sollen pro Quartal die Ausgaben von zuvor 300 Millionen um rund 35 Millionen Dollar verringert werden.
Das wirtschaftliche Umfeld sei deutlich schwierig und ungewiss, sagte Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang. In erster Linie wolle Nvidia eine Balance schaffen, die dem Unternehmen trotz Einsparungen weitere Investitionen in wichtige Märkte ermögliche. "Wir haben in allen Bereichen Initiativen gestartet, um die operativen Ausgaben zu drosseln." Auch wenn das Geschäftsjahr 2009 eines der schwierigsten war, sei es für Nvidia das beste Jahr für Innovationen gewesen.
(dpa)
