Applied Materials rutscht in die roten Zahlen
US-Chipausrüster mit erstem Quartalsverlust seit 2003
Der weltgrößte Chipausrüster Applied Materials hat erstmals seit 2003 ein Quartal mit einem Verlust abgeschlossen. Als Reaktion kündigte das US-Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss Produktionskürzungen und Stellenstreichungen an. Mit einer baldigen Erholung rechnet es nicht. Für das laufende Quartal stellte es einen Umsatzeinbruch um 30 Prozent im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten in Aussicht.
Seinen Nettoverlust im ersten Geschäftsquartal bezifferte Applied Materials mit 133 Millionen Dollar nach 262 Millionen Dollar Gewinn vor Jahresfrist. Der Umsatz lag bei 1,33 Milliarden Dollar
Einsparungen
Der Chipausrüster kündigte an, mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen die Kosten um 400 Millionen Dollar im Jahr zu drücken. Mehr als 2.000 Stellen oder 14 Prozent der Belegschaft sollten abgebaut werden; bisher war von 1.800 Stellen die Rede gewesen. Im zweiten und dritten Geschäftsquartal solle die Produktion für mehrere Wochen ruhen. Konzernchef Mike Splinter sagte, er rechne nicht mit einer baldigen Konjunkturerholung.
Die Applied-Materials-Aktie gab im nachbörslichen Handel 3,4 Prozent auf 9,36 Dollar nach. Zuvor hatte sie den Handel bei 9,69 Dollar beendet. Applied Materials leidet angesichts der Wirtschaftsflaute unter den Überkapazitäten und dem Preiskampf in der Chipbranche.
(Reuters)
