EU vermutet Preisabsprachen bei Smartcards
Die Europäische Kommission geht dem Verdacht verbotener Preisabsprachen unter den Herstellern von Smartcard-Chips nach.
Die Anbieter von Smartcard-Chips, wie sie bei SIM-Karten sowie Bankkarten und Ausweisen verwendet werden, könnten mit ihrem Verhalten gegen EU-Recht verstoßen haben, teilte die EU-Behörde am Mittwoch mit.
Die Brüsseler Wettbewerbshüter hätten deshalb bei einer Razzia bei verschiedenen Herstellern in mehreren EU-Mitgliedsstaaten bereits am 21. Oktober unangemeldet nach entsprechenden Unterlagen gesucht.
Für die Untersuchungen gebe es keine Deadline, so die Kommission weiter. Firmennamen nannte sie keine.
Beim Münchner Halbleiter-Hersteller Infineon waren die Ermittler im Oktober zwei Tage lang, wie ein Konzernsprecher auf Anfrage erklärte.
Das Unternehmen unterstütze die Kommission in jeder Hinsicht. Die Infineon-Niederlassung in Villach ist nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen.
Auch die französisch-italienische STMicroelectronics räumte ein, zu den durchsuchten Firmen zu gehören. Seitdem habe das Unternehmen jedoch noch keine Beschwerde von den Behörden erhalten.
(dpa)
