17.03.2003

COPYRIGHT

Bildquelle: PhotoDisc

EFF setzt sich für legale DVD-Kopien ein

Die US-Bürgerrechtsgruppe Electronic Frontier Foundation [EFF] setzt sich verstärkt für das Recht auf Privatkopien von DVDs ein.

In einer aktuellen Stellungnahme an das US-Bezirksgericht in San Francisco gibt die EFF dem Softwareunternehmen 321 Studios Rückendeckung, das mit seiner Kopiersoftware "DVD X Copy" die Filmindustrie herausgefordert hat.

Darin fordern die Bürgerrechtler eine Bestätigung des Gerichts, dass Software für die Erstellung von Sicherheitskopien und Auszügen von DVDs weiterhin legal bleibt.

Hollywood verlangt Verkaufsstopp

321 Studios hatte im vergangenen April gegen MGM Studios, Tristar Pictures, Columbia Pictures, Sony Pictures Entertainment, Time Warner Entertainment, Disney Enterprises, Universal City Studios, The Saul Zaentz Company und Pixar Corporation geklagt.

Das Unternehmen wollte vor Gericht feststellen, dass seine Software nicht gegen den "Digital Millennium Copyright Act" [DMCA] verstößt.

Die Filmstudios waren allerdings anderer Meinung. Sie sahen in "DVD X Copy" ein Tool zur widerrechtlichen Umgehung der Kopierschutzmechanismen und reichten eine Gegenklage ein, in der sie einen Verkaufsstopp der Software sowie Schadenersatz für mögliche Einnahmeverluste verlangen.

Private und öffentliche Interessen

"Um das Recht auf Privatkopien zu verteidigen, müssen wir sichergehen, dass die benötigten Tools verfügbar bleiben", erklärte EFF-Anwältin Wendy Seltzer.

"Urheberrechte sollten einen Ausgleich zwischen öffentlichen und privaten Interessen schaffen. Die augenblickliche Auslegung des DMCA zerstört jedoch diese Balance."

Nach Ansicht der EFF verwenden zurzeit viele Benutzer wie Videoproduzenten und Lehrer DVD-Kopierprogramme für Sicherheitskopien, ohne das Urheberrecht zu verletzen.