Canon stoppt Bau von dritter Digicam-Fabrik
Grund ist drastischer Nachfragerückgang
Der japanische Elektronikkonzern Canon legt wegen der Wirtschaftskrise den geplanten Bau einer Kamerafabrik im südlichen Nagasaki auf Eis. Grund ist der rasante Nachfragerückgang, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.
Der Bau der Anlage sollte im Jänner beginnen, ab Dezember kommenden Jahres wollte Canon dort Kameras herstellen. Das dritte Werk von Canon sollte eine Produktionskapazität von rund vier Millionen Einheiten haben. Canon hatte mit einer weiter guten Nachfrage nach Digitalkameras gerechnet, doch infolge der Finanzkrise ist die Nachfrage drastisch gesunken.
Zeitarbeiter besonders betroffen
Wann die Anlage nun gebaut werde, hänge von der Marktlage ab. Bis auf weiteres rechne man damit, dass sich die Flaute fortsetzt, hieß es. Die Stellenangebote unter anderem für 364 Studenten, die im Frühjahr ihren Abschluss machen, blieben aber bestehen. Sie würden eingestellt und zunächst woanders eingesetzt. Canon baut allerdings wie auch andere japanische Unternehmen Stellen für Zeitarbeiter ab.
Angesichts der Krise trennen sich große Konzerne von vielen ihrer zeitlich befristet angestellten Mitarbeiter. Im Zuge der Umstrukturierungen der vergangenen Jahre ist in Japan inzwischen jeder dritte Arbeitsplatz nur noch zeitlich befristet. Die nun einsetzende Entlassungswelle sorgt daher für wachsende Kritik im Land.
(dpa)
