Rufnummernmitnahme verspätet sich
Schnell, einfach und möglichst gratis den Handybetreiber zu wechseln, ohne die gewohnte Rufnummer [inklusive Vorwahl] aufgeben zu müssen - laut EU-Richtlinie soll das in Österreich ab 25. Juli möglich sein.
Allerdings fehlt immer noch eine Umsetzung dieser "Mobile Number Portability" [MNP] in nationales Recht.
Auf die Frage, ob sich MNP bis 25. Juli noch realisieren lasse, erklärt Telekom-Regulator Georg Serentschy: "Der Termin 25. Juli kann sich nur mit einer Interimslösung ausgehen."
Einer solchen Übergangslösung müssten alle Mobilfunk-Netzbetreiber zustimmen.
Mögliche Verzögerung bis Herbst
Eine Grundlage durch ein österreichisches Bundesgesetz samt
darauf beruhender Verordnung des zuständigen Ministers muss erst
geschaffen werden. Da Gesetz- und Verordnungserlassung aber Zeit in
Anspruch nehmen, könnte die MNP-Einführung bis Herbst verzögert
werden.
Chaos bei Rufnummernmitnahme erwartetSerentschy setzt auf "gut zureden"
Die Fronten bei den Providern sind aber verhärtet.
Die kleineren Netzbetreiber erhoffen sich von der Rufnummernportierung eine Verschiebung der Marktanteile vor allem bei Geschäftskunden zu ihren Gunsten, während die größeren Anbieter MNP eher reserviert gegenüberstehen und nur geringe Auswirkungen erwarten.
Doch der Regulator hat die Hoffnung auf fristgerechte Umsetzung noch nicht aufgegeben: "Uns ist wichtig, dass die europäische Rahmenrichtlinie möglichst rasch und ressourceneffizient umgesetzt wird. Wir arbeiten im Hintergrund still mit den Operatoren und anderen Beteiligten und versuchen Lösungen zu erwirken."
Derzeit könne aber nur mit "gutem Zureden" Druck auf die Beteiligten ausgeübt werden.
