Siemens-Einigung mit BenQ-Mobile-Gläubigern

PLEITE
25.11.2008

Der Siemens-Konzern hat sich mit dem Insolvenzverwalter seiner ehemaligen Handysparte BenQ Mobile auf die Zahlung von 255 Millionen Euro geeinigt.

Brutto leiste Siemens eine Zahlung von 300 Millionen Euro, nach Abzug der eigenen offenen Forderungen ergebe sich ein Betrag von 255 Millionen Euro, teilte der Konzern am Dienstag mit.

"Ausreichend Rücklagen"

Für den Vergleich gebe es bereits ausreichend Rücklagen im vergangenen Geschäftsjahr, so dass der Gewinn des laufenden Geschäftsjahrs davon nicht negativ beeinträchtigt werde, hieß es in der Mitteilung.

Der frühere taiwanesische Elektronikkonzern BenQ Corp., der heute unter dem Namen Qisda firmiert, hatte die verlustreiche Handysparte 2005 von Siemens übernommen, dem Unternehmen dann aber den Geldhahn abgedreht und es damit in die Pleite geschickt. Mehr als 3.000 Beschäftigte in Deutschland verloren dadurch ihren Job.

Klage angedroht

Insolvenzverwalter Martin Prager hatte zuletzt eine Klage gegen Siemens vorbereitet. Zur Begründung hatte es geheißen, im Zusammenhang mit dem Ausgliederungsvertrag an BenQ seien eine Reihe von Bewertungsfragen offen geblieben.

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(Reuters)