Google errechnet Grippeverbreitung
Vorhersage auf Grundlage von Suchanfragen
Google hat in Zusammenarbeit mit dem US-Krisenzentrum für die Kontrolle von Epidemien (CDC) einen neuen Dienst ins Netz gestellt, der die Verbreitung von Grippeepidemien in den USA anzeigen kann.
Die Google-Ingenieure aus dem Team von Jeremy Ginsberg und Matt Mohebbi haben zu diesem Zweck Suchanfragen ausgewertet und dabei festgestellt, dass die Fragen nach bestimmten Themen eine starke Korrelation zu den Daten des CDC zur Influenzaverbreitung aufwiesen. Die Zusammenarbeit zwischen Google und dem CDC begann 2007.
Informationen von Google zum neuen Grippevorhersagedienst:
"Wenn wir die täglichen Suchanfragen auswerden, die mit Grippethemen zu tun haben, können wir abschätzen, wie viele Menschen eine grippeähnliche Krankheit haben", schrieb Google in seiner Pressemitteilung.
Seitenhieb auf Datenschützer
Der Konzern weist in der Pressemitteilung zum Start des neuen Dienstes maliziös darauf hin, dass man diesen nicht hätte schaffen können, "ohne Hunderte Milliarden an individuellen Suchanfragen auszuwerten, die bis ins Jahr 2003 zurückreichen". Diese seien natürlich anonymisiert worden.
Datenschützer, die es gerne sähen, wenn Google seine Speicherwut einschränken würde, werden wohl bestenfalls verschnupft auf solche Ansagen reagieren. Google speichert die IP-Adressen von Suchanfragen derzeit neun Monate lang.
