Cybertron-Ausgleich ist gescheitert
Der geplante Ausgleich bei dem insolventen börsennotierten Telekom-Anbieter Cybertron Telekom AG ist offenbar gescheitert.
Das Unternehmen habe am Dienstag den Antrag auf Erteilung der Ausgleichsbestätigung beim Handelsgericht Wien zurückgezogen, teilte Cybertron am Abend mit. Zugleich wurde ein Antrag auf Eröffnung des Anschlusskonkurses gestellt.
Die mögliche Ausgleichserfüllung sei am Finanzamt und an drei Großgläubigern gescheitert, hieß es in einer Aussendung.
Im September letzten Jahres hatten die mehr als 460 Gläubiger den angebotenen Ausgleich angenommen und einer Teilbarquote von sieben Prozent zugestimmt.
"Rest-Cybertron" überlebt vorerstKeine Rückstehungserklärungen
Dieser Schritt sei notwendig geworden, "da es einerseits in den Verhandlungen der letzten Monaten nicht gelungen ist, von allen Großgläubigern Rückstehungserklärungen über den gesamten Zeitraum der Ausgleichserfüllung zu erhalten und andererseits bisher keine Lösung mit dem Finanzamt über die Rückzahlung von Umsatzsteuerguthaben der Cybertron Telekom AG in Höhe von über 2,4 Mio. Euro erzielt wurde", teilte das Unternehmen mit.
An der Wiener Börse war die Cybertron-Aktie mit einem Kursverlust von 8,3 Prozent Verlierer des Tages. Das Papier schloss bei 0,11 Euro, gehandelten wurden insgesamt knapp 12.000 Stück.
