Gewinnrückgang bei Electronic Arts

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03.11.2006

Der weltgrößte Hersteller von Videospielen, Electronic Arts [EA], hat im zweiten Geschäftsquartal mehr Umsatz gemacht, aber an Gewinn eingebüßt.

Wie das Unternehmen in Redwood City [US-Staat Kalifornien] mitteilte, stieg der Umsatz von Juli bis September um 16 Prozent auf 784 Millionen Dollar [614 Mio. Euro]. Dagegen rutschte der Gewinn von 51 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 22 Millionen Dollar ab. Der gestiegene Umsatz, so EA, sei vor allem auf die große Nachfrage nach den Sportspielen des Unternehmens zurückzuführen.

Ein Sprecher von EA Deutschland erklärte diesen Rückgang am Freitag in Köln mit gestiegenen Entwicklungskosten für Spiele sowie den Kosten der jüngsten Firmenübernahmen. In Deutschland übernahm Electronic Arts im August die Phenomic-Studios, einen Spezialisten für Echtzeit-Strategiespiele,. Phenomic ist durch PC-Spiele wie "Die Siedler" und "Spellforce" bekannt geworden.

Warten auf den Weihnachtsmann

Electronic Arts sei für das Weihnachtsgeschäft gut vorbereitet, sagte EA-Chef Larry Probst. Acht Spiele sollen in diesem Quartal auf den Markt kommen. Zudem würden derzeit mehr als 30 neue Spiele entwickelt.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2006/2007 [31. März] hob der Spielehersteller die Umsatzprognose auf 2,95 bis 3,13 Milliarden Dollar an [zuvor: 2,8 bis drei Milliarden]. Vor allem in Nordamerika und Europa hatte EA im zweiten Quartal zulegen können, während der Umsatz in Asien um 34 Prozent auf 27 Millionen Dollar sank.

(dpa)