Telia zieht sich aus Österreich zurück
Das schwedische Telekom-Unternehmen Telia, das nach einigen Verzögerungen im November 2002 mit dem finnischen Mitbewerber Sonera fusionierte, zieht sich aus Österreich zurück.
Entsprechende Brancheninformationen seien von Telia-Österreich-Chef Zafer Arazli und von Firmensprecherin Maria Hellborg in der Zentrale in Stockholm bestätigt worden, schreibt das "WirtschaftsBlatt" in seiner Mittwoch-Ausgabe.
Die Aufrechterhaltung des Netzbetriebs für Kunden, darunter die UTA und andere Internet-Provider, sei aber gewährleistet, so Arazli. Service und Erhaltung sollen künftig "von außerhalb Österreichs" durchgeführt werden.
Telia hatte beim Österreich-Start Anfang 2001 angekündigt, hier zu Lande 140 Mio. Euro in 1.000 Kilometer Glasfaserkabel investieren zu wollen. Österreich sei als "Gateway nach Süd- und Osteuropa" ein wichtiger Markt für Telia, hatte der Präsident von Telia International Carrier, Eric Heilborn, damals betont.
Telia ÖsterreichUmsatzziel nicht erreicht
Telia habe in Österreich die Planzahlen - fünf Mio. Euro Umsatz im ersten vollen Geschäftsjahr und in Folge eine Verdreifachung des Umsatzes - nicht erfüllt, heißt es im Bericht. 2002 dürfte Telia in Österreich mit rund 15 Kunden kaum mehr als ein bis zwei Mio. Euro an Umsatz erwirtschaftet haben.
Telia habe seinen Kunden bereits im Dezember mitgeteilt, dass es in Österreich zu Veränderungen kommen werde, so UTA-Sprecher Martin Halama.
Daher habe die UTA bereits "anderweitig Großkapazitäten zugekauft". Allerdings sei "die Zusammenarbeit und Partnerschaft mit Telia sehr gut". Solange das Unternehmen auf dem österreichischen Markt tätig sei, werde man mit Telia auch weiterhin zusammenarbeiten.
UTA hat vorgesorgt
Sollte sich Telia tatsächlich vollkommen zurückziehen, habe die
UTA vorgesorgt, sodass weder Services noch Kunden gefährdet seien.
UTA
