Telefonica mit Milliardenverlusten
Milliardenschwere Abschreibungen bei der Mobilfunk- und der Internet-Tochter haben Spaniens größtem Telekom-Konzern Telefonica im vergangenen Jahr den höchsten Verlust der Firmengeschichte beschert.
Zugleich verringerte das Unternehmen aber seinen Schuldenstand um mehr als 15 Milliarden Euro.
Der Nettoverlust 2002 betrug 5,58 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 2,11 Milliarden Euro ein Jahr zuvor.
Telefonica bereitet sich derzeit auch auf geplante Kündigungen in seinen spanischen Niederlassungen vor. Gewerkschaftsschätzungen zufolge wird das Unternehmen mehr als 10.000 von derzeit insgesamt 40.000 Mitarbeitern kündigen.
Telefonica entlässt Viertel der BelegschaftSchulden von 6,41 Mrd. Euro
Der Jahresumsatz fiel um 8,5 Prozent auf 28,41 Milliarden Euro. Operativ erzielte Telefonica einen Gewinn von 11,72 Milliarden Euro, was einem Rückgang zum Vorjahr um acht Prozent entspricht.
Positiv werteten Experten, dass Telefonica die Nettoschulden bis Ende 2002 auf 6,41 Milliarden Euro von 22,53 Milliarden Euro im Vorjahr reduzieren konnte.
Telefonica erklärte, der Wert der Verbindlichkeiten in den USA und Lateinamerika sei vor allem durch den Kursanstieg des Euro gesunken.
2002 verbuchte Telefonica milliardenschwere Sonderbelastungen im Zuge der gestoppten UMTS-Aktivität. Zudem führte die Wirtschaftskrise auf wichtigen lateinamerikanischen Märkten zu erheblichen Umsatzeinbußen.
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