Fujitsu Siemens mit positivem Ausblick
Europas größter Computerhersteller Fujitsu Siemens ist mit der Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr zufrieden. Laut vorläufigen Zahlen der IDC ist der Konzern mit zwei Prozent als einziger Top-4-Hersteller bei Intel-basierten Produkten gewachsen.
Die eigene Vorgabe, stärker als der Markt zu wachsen, habe man übertroffen. Das für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres angestrebte ausgeglichene Ergebnis werde man aus heutiger Sicht "hinkriegen". Im dritten Quartal liege Fujitsu Siemens sogar über Plan.
Die Österreich-Tochter des deutsch-japanischen Gemeinschaftsunternehmens habe ihre Marktanteile nach einem Einbruch im vierten Quartal 2001 wieder kontinuierlich steigern können, so Marcus Dekan, Managing Director von FS Österreich. Für 2003 werde erneut ein Wachstum angestrebt, das über dem des Gesamtmarktes liegen soll.
Die Zurückhaltung bei Investitionen mache Fujitsu Siemens Österreich sehr zu schaffen. "Wir spüren das Fehlen einer neuen Regierung. Das bremst", so Dekan. Gerade im öffentlichen Bereich gebe es großen Nachholbedarf. Stabil entwickle sich hingegen der klassische Mittelstand, wo der Einbruch nicht so vehement spürbar sei.
Fujitsu Siemens ÖsterreichChancen bei Klein- und Mittelbetrieben
Eine der größten Chancen ortet der Konzern bei den Klein- und Mittelbetrieben, denen man mit einer weiteren Forcierung des Partnergeschäftes begegnen will. Das Hauptaugenmerk will man vor allem auf die Entwicklung von Hardware, Dienstleistung und Consulting legen.
Das Geschäft verteile sich derzeit zu 60 Prozent auf Großkunden, 20 Prozent Mittelstand und 20 Prozent SOHO [Small Office, Home Office].
Im Consumerbereich, der sich inzwischen "wieder selbst trägt", habe man restriktiv reagiert, da die Profitabilität hier sehr schwer erreichbar sei. Dennoch gebe es noch Wachstumschancen, vor allem bei WLAN-Produkten.
