Aktionäre billigen Mobilcom-Rettungsplan
Die Aktionäre von France Telecom [FT] haben am Dienstag ein Rettungspaket für den angeschlagenen deutschen Mobilfunkanbieter Mobilcom gebilligt.
Demnach wird FT bis zu 4,85 Mrd. Euro an unbefristeten nachrangigen Anleihen ausgeben, die in Aktien umwandelbar und für die Gläubigerbanken von Mobilcom bestimmt sind, teilte der französische Telekom-Konzern am Dienstag mit.
Außerdem haben die Aktionäre einer Kapitalerhöhung von maximal 30 Mrd. Euro zugestimmt. Die FT beziffert ihre Verschuldung per Ende 2002 auf 68 Mrd. Euro.
Die FT schätzt ihren Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [Ebitda] im vergangenen Jahr auf knapp 15 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von rund 20 Prozent.
FT schätzt Ebitda 2002 auf 15 Mrd. EuroBereits Ende Jänner hatten die Mobilcom-Aktionäre ein zwischen FT, der deutschen Bundesregierung und mehreren Banken vereinbartes Rettungskonzept gebilligt. 99 Prozent der Anteilseigner stimmten für ein Entschuldungsabkommen, das eine Übernahme der Mobilcom-Schulden im Umfang von 7,1 Mrd. Euro durch FT vorsieht.
Zudem soll der französische Konzern 370 Mio. Euro für das Einfrieren der UMTS-Aktivitäten bezahlen. Im Gegenzug zieht sich Mobilcom aus dem UMTS-Geschäft zurück und verkauft das dazugehörige Netz.
Dazu gewährte ein Bankenkonsortium Mobilcom einen Kredit über 162 Mio. Euro, für den die Bundesregierung bürgt. Davon sind den Angaben nach bisher 95 Mio. Euro gezogen.
Neuausrichtung für Mobilcom
France Telecom ist mit 28,5 Prozent Großaktionär bei Mobilcom und
die Zustimmung war entscheidend für die Rettung des
Mobilfunkanbieters. Die Schuldenübernahme aus dem gemeinsamen
UMTS-Projekt "markiert einen weiteren Meilenstein für die
Neuausrichtung von Mobilcom", sagte der Vorstandsvorsitzende des
Büdelsdorfer Unternehmens, Thorsten Grenz. So könne sein Unternehmen
in eine sichere Zukunft geführt werden.
Sanierungsplan für Mobilcom abgesegnet
