25.02.2003

FRANCE T

Bildquelle: fuZo

Aktionäre billigen Mobilcom-Rettungsplan

Die Aktionäre von France Telecom [FT] haben am Dienstag ein Rettungspaket für den angeschlagenen deutschen Mobilfunkanbieter Mobilcom gebilligt.

Demnach wird FT bis zu 4,85 Mrd. Euro an unbefristeten nachrangigen Anleihen ausgeben, die in Aktien umwandelbar und für die Gläubigerbanken von Mobilcom bestimmt sind, teilte der französische Telekom-Konzern am Dienstag mit.

Außerdem haben die Aktionäre einer Kapitalerhöhung von maximal 30 Mrd. Euro zugestimmt. Die FT beziffert ihre Verschuldung per Ende 2002 auf 68 Mrd. Euro.

Bereits Ende Jänner hatten die Mobilcom-Aktionäre ein zwischen FT, der deutschen Bundesregierung und mehreren Banken vereinbartes Rettungskonzept gebilligt. 99 Prozent der Anteilseigner stimmten für ein Entschuldungsabkommen, das eine Übernahme der Mobilcom-Schulden im Umfang von 7,1 Mrd. Euro durch FT vorsieht.

Zudem soll der französische Konzern 370 Mio. Euro für das Einfrieren der UMTS-Aktivitäten bezahlen. Im Gegenzug zieht sich Mobilcom aus dem UMTS-Geschäft zurück und verkauft das dazugehörige Netz.

Dazu gewährte ein Bankenkonsortium Mobilcom einen Kredit über 162 Mio. Euro, für den die Bundesregierung bürgt. Davon sind den Angaben nach bisher 95 Mio. Euro gezogen.