21.02.2003

POLY-LEDS

Bildquelle: fuZo

Einfache Herstellung von Flachbildschirmen

Flüssigkristall-Flachbildschirme herkömmlicher Notebooks haben den Nachteil, dass das Bild nur von vorne gut erkannt werden kann.

Organische Leuchtdioden [Organic Light Emitting Diodes, OLEDs] bieten einen größeren Blickwinkel, werden bisher aber nur bei kleineren Geräten wie Mobiltelefonen, MP3-Playern und Autoradios eingesetzt.

Forscher der Universität München haben nun ein einfaches Verfahren vorgestellt, das Flachbildschirme aus Polymerlösungen erzeugt.

Molekülketten vernetzen sich bei Licht

Die Münchner Chemiker können mit ihrem neuen Verfahren dagegen auch farbige Displays auf einfache Weise produzieren.

Inspiriert von der Fotolithografie entwickelten sie eine Polymerlösung, deren Molekülketten sich bei der Bestrahlung mit Licht miteinander vernetzen.

Diese Lösung wird auf eine Elektrode gebracht und durch eine Lochmaske mit Licht bestrahlt. Anschließend wird das Polymermaterial an den Stellen, die von der Maske bedeckt wurden, mit einer Lösung weggewaschen.

Die miteinander vernetzten Molekülketten bleiben an der Elektrode haften und werden anschließend fixiert.

Dieser Prozess wird noch zwei Mal mit anderen Farbvarianten der Polymerlösung wiederholt, sodass zum Schluss ein Farbdisplay aus roten, grünen und blauen Polymerlösungen entsteht.