One errichtet eigenes WLAN-Netz
Der drittgrößte österreichische Mobilfunkanbieter One will im dritten Quartal 2003 nicht nur UMTS starten, sonder auch ein öffentliches WLAN-Netz aufbauen.
Bis Jahresende will One österreichweit 50 bis 100 Hotspots errichten, die von dem Tochterunternehmen E-Wave betrieben werden sollen.
"Für uns ist WLAN eine Ergänzung und kein Ersatz für UMTS", erklärte One-CEO Jorgen Bang-Jensen. "Wer umfangreiche Dateien herunterladen muss, benutzt nicht sein UMTS-Handy."
T-Mobile Austria kooperiert mit Metronet
One ist damit nach Metronet der zweite Anbieter und das erste
Mobilfunkunternehmen, das in Österreich ein flächendeckendes Netz
von WLAN-Hotspots aufbaut. Metronet betreibt inzwischen
österreichweit 250 Hotspots.
T-Mobile startet WLAN-ZugangHotspots vor allem in Hotels
Beim Aufbau des WLAN-Netzes will sich der Mobilfunkanbieter vor allem auf Hotels und Konferenzzentren konzentrieren. An Cafes denkt One nicht. Dieses Konzept sei nicht aufgegangen, meint der One-Chef.
Die Hotspots sollen nach Angaben von Bang-Jensen vorerst mit einer 2-Mbit/s-Leitung an den Backbone des Mobilfunk-Providers angebunden werden. Die Verbindung zum Access-Point eines Hotspots kann bis zu elf Mbit/s bewältigen.
Über die Kosten des Netzaufbaus wollte Bang-Jensen keine Angaben machen. Er verweist nur auf den geringen Preis für die benötigte Infrastruktur. Auch fallen bei der Installation von Hotspots im Gegensatz zum Mobilfunk keine Mieten an.
Gebühren noch nicht festgelegt
Wie viel der Kunde für die WLAN-Nutzung zahlen wird, steht noch
nicht fest. Fix ist aber, dass es eine Grundgebühr für eine
bestimmte Surfzeit geben soll und dass es billiger sein wird als
UMTS, sagt Bang-Jensen. Auch ein Prepaid-Angebot soll es geben,
allerdings nicht von Beginn an, sondern erst in einiger Zeit.
OneDrei bis vier Prozent der One-Kunden
Bang-Jensen rechnet mit drei bis vier Prozent der derzeit 1,6 Millionen One-Kunden, die in den nächsten drei Jahren WLAN nutzen werden.
Der Kunde benötigt für die Nutzung ein Notebook oder einen Handheld mit einer WLAN-Karte. Die meisten neuen Geräte sind bereits für die drahtlosen Netze gerüstet.
Neben den eigenen Kunden hofft der One-Chef auch andere Mobilfunk-Betreiber auf sein WLAN-Netz zu bekommen. Wegen des begrenzten Spektrums für WLAN im 2,4-GHz-Bereich könnten nur zwei Netze störungsfrei nebeneinander operieren.
