14.02.2003

GUTER STOFF

Bildquelle: PhotoDisc

Solarzellen zum An- und Überziehen

Solarzellen werden immer dünner und lassen damit eine Reihe neuartiger Anwendungsmöglichkeiten zu.

Eine kanadische Firma hat flexible Solarzellen entwickelt, die wie Jeansstoff aussehen. Mit dem Material kann nach Angaben der Firma jede Art von Gebäude überzogen werden - damit kann fast überall und an fast jedem Gebäude Solarenergie produziert werden.

Auch als Energielieferant für Consumer-Elektronik wie Handys und MP3-Player ließe sich das Material verwenden.

Anders als normale Solarzellen hat das neue Material keine feste Siliziumbasis, sondern besteht aus vielen Siliziumkügelchen mit einem Millimeter Durchmesser zwischen zwei dünnen Schichten Alufolie und ist an beiden Seiten mit Plastik versiegelt.

Besser als Polymer-Systeme

Bei der Herstellung wird Silizium aus der Chipproduktion wieder aufbereitet, das eingeschmolzen und dann in ein Millimeter große Kugeln geformt wird. Damit ist auch die Produktion kostengünstig.

Jedes Kügelchen funktioniert als kleine Solarzelle, absorbiert Sonnenlicht und wandelt sie in Energie um. Die Aluminiumschichten verleihen der Konstruktion die benötigte Festigkeit und dienen gleichzeitig als elektrischer Kontakt.

Durch die Kügelchen entsteht eine unebene Oberfläche, die eine große Absorptionsfläche bietet. Die Effizienz ist vergleichbar mit konventionellen photovoltaischen Zellen und laut Hersteller viel besser als bisherige flexible Systeme, die auf Polymeren basieren.

Des Produktes Kern

Der Kern des Produktes, ein Polymersubstrat, ist nur 0,05 Millimeter dünn. Zusammen mit der Außenhülle ist das fertige Produkt 0,75 Millimeter "dick" und so für vielfältigsten Einsatz geeignet.

Es kann sowohl für das Wiederaufladen von Akkus als auch für die direkte Stromlieferung eingesetzt werden.