07.02.2003

E-KOMMERZ

Bildquelle: PhotoDisc

Zahl der Online-Shops in Europa gesunken

Die Zahl der Online-Shops ist in Europa im Vorjahr zwar zurück gegangen, dafür hat die Qualität bestehender Web-Angebote zugenommen.

Nur 14 Prozent der untersuchten Unternehmen verkauften 2002 ihre Produkte über das Internet, 2001 waren es noch 17 Prozent.

Zu diesem Ergebniss kommt eine Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group [BCG].

Unrentable, halbherzige Angebote geschlossen

Im Vorjahr seien einige durch zu wenig Kundenzuspruch unrentable Websites geschlossen worden, was einen "Selbstreinigungsprozess" ausgelöst habe, meint BCG.

Oft wurden bei diesen halbherzigen Webshop-Lösungen auch die Sicherheitsstandards nicht efüllt bzw. an Produkinformationen gespart.

Bei bestehenden Shopping-Angeboten wurde im Vorjahr vor allem die Benutzerfreundlichkeit gesteigert. Schnelligkeit und Übersichtlichkeit wurden verbessert und auch auf die Aktualität der Produktinformationen wird immer mehr Wert gelegt.

Testsieger nicht ohne Makel

Nach den Usability-Erhebungen von BCG stehen gleich zwei österreichische Unternehmen mit ihren Shop-Angeboten am Siegerstockerl.

Die Homepage des Linzer Notebookherstellers Gericom hat mit 65,9 Punkten von 100 erreichbaren Punkten im europäischen Vergleich die höchste Bewertung bekommen.

Auf Platz zwei folgt das deutsche IT-Unternehmen Kontron Embedded Computers, auf Platz drei der zuletzt in Turbulenzen geratene Computerspielehersteller Jowood.

Geprüft wurde dabei vor allem die Benutzerfreundlichkeit und das Informationsangebot.

Bei den Arge Daten schneiden die führenden Online-Shops des BCG-Rankings aus Österreich nicht so rosig ab.

Bei Jowood irritieren etwa zwei verschiedene Versandkosten-Angaben auf den Seiten die Konsumenten. Einerseits unter "Shopinfo" andererseits in den AGBs.

Im Gericom-Shop stießen die Tester der Arge Daten auf wenig konsumentenfreundliche AGBs. Der größte Teil davon besteht aus Einschränkungen der Produkthaftung und der Gewährleistung.