UMTS-Lizenzvergabe in China noch 2003
Die chinesische Regierung will noch im laufenden Jahr Lizenzen für Mobiltelefon-Dienste der 3. Generation [UMTS] zuteilen.
Einem Bericht der Zeitung "Nihon Keizai Shimbun" zufolge, sollen Lizenzen für den in China entwickelten Standard TD-SCDMA, der auf der GSM-Technik aufbaut, den europäischen WCDMA-Standard, der u.a. von NTT DoCoMo und der britischen Vodafone unterstützt wird, und den in Japan, Südkorea, Australien und den USA verwendeten CDMA 2000 vergeben werden.
Die Lizenzvergabe dürfte Investitionen von mehr als einer Bill. Yuan [111,8 Mrd. Euro] zur Folge haben, um die für die UMTS-Dienste nötige Infrastruktur zu entwickeln.
EU gegen 3G-Standard TD-SCDMA
Die EU spricht sich deutlich gegen den 3G-Standard TD-SCDMA aus,
der das in China bestehende GSM-Netz ersetzen soll. Ziel sollte
vielmehr sein, ein einheitliches Modell zu schaffen und so Kosten zu
reduzieren und das weltweite Roaming zu unterstützen.
EU befürchtet UMTS-InkompatibilitätGroßer Markt erlaubt drei Standards
Die chinesische Regierung werde die Lizenzen voraussichlich an die bereits als Anbieter von Mobilifunkdiensten tätigen Unternehmen China Mobile Communications und China United Telecommunications vergeben.
Zudem dürften die Festnetzbetreiber China Telecommunications und China Netcom berücksichtigt werden, um den Wettbewerb zu steigern.
Die chinesische Regierung ist der Ansicht, dass die Anbieter wegen der Größe des chinesischen Marktes mit mehr als 200 Millionen Mobiltelefonnutzern auch bei drei unterschiedlichen Standards rentabel arbeiten können.
