04.02.2003

CYBER YUGOS

Bildquelle: ORF.at

Jugoslawien als Kult im Netz

Während das wirkliche Jugoslawien heute, Dienstag, seine völkerrechtliche Existenz beendet, blüht das virtuelle Jugoslawien im Netz so richtig auf.

Dreieinhalb Jahre nach dem ersten fuZo-Bericht über die Gründung dieses Landes, das über genau null [0] Quadratmeter Territorium verfügt, hat Cyber Yugoslavia [CY] seine Einwohnerzahl vervierfacht. Wer sich als Jugoslawe fühle, sei als Bürger von CY willkommen - unabhängig von der augenblicklichen Nationalität.

Laut Agence France Press werde die Website von "Anhängern des jugoslawischen Staats" genützt, zum "in Erinnerungen zu schwelgen."

Die Verfassung

Laut Gründer Zoran Bacic will "Cyber-Jugoslawien" immer noch die Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen beantragen, sobald sich mehr als fünf Millionen "Einwohner" haben registrieren lassen.

"Die initiierende Verfassung wurde vom Volkssekretariat Webmaster geschrieben, in Annahme, dass sie von jedem geändert werden kann und soll. Jede/r BewohnerIn hat das Recht, Änderungen in der Verfassung vorzuschlagen. Die Änderungen können nur von der Bevölkerung von CY, über eine Volksabstimmung, angenommen oder abgelehnt werden."