NASA-Spaceshuttle mit Internet verbunden
Die Raumschiffe und Satelliten der NASA könnten bald eigene Internetadressen bekommen.
Derzeit arbeitet die US-Raumfahrtsbehörde am OMNI-Projekt, das den Abruf von Informationen von Geräten im Orbit oder Weltraum erleichtern soll. Die Wissenschaftler sollen diese Daten künftig über einen Standard-Webbrowser abrufen und weiterleiten können.
Die dafür nötigen Technologien wie Standard-Internet-Protokolle und Linux-Systeme wurden in der jüngsten Mission STS-107 des Spaceshuttles Columbia getestet und wandelten das Shuttle in einen Internetknotenpunkt im All um.
Durch den Gebrauch von herkömmlichen terrestrischen Technologien erhofft sich die NASA vor allem eine Vereinfachung und erhebliche Kostenreduzierung.
Internet im Weltall wurde von der NASA erstmals mit der Satelliten-Mission UoSat-12 im Mai 2000 getestet.
Operating Missions as a Node on the Internet [OMNI]Linux im Weltall
Die Columbia ist am 16. Januar 2003 gestartet und hat einen PC mit einem 233 MHz-Prozessor und 128 MB Arbeitsspeicher sowie Red Hat-Linux als Betriebssystem an Bord.
Der PC kommunizierte mit der Bodenstation über Satelliten-Relais. Da das Shuttle alle 90 Minuten die Erde einmal umkreiste, musste das System ständig neue Verbindungen aufbauen, um mit dem Goddard Space Flight Center in Washington in Verbindung zu bleiben.
Ist das System fertig entwickelt, sollen die Astronauten über das Web-basierte Kommunikationssystem wesentlich einfacher Kontakt mit der Erde aufnehmen können. Die Daten müssen dafür aber vor allem mit einer leistungsfähigen Fehlerkorrektur überprüft werden, da die Strahlung im Weltraum zu ungewollten Veränderungen führen kann.
