Microsoft baut Passport um
Microsoft hat eingewilligt, sein umstrittenes Verifizierungssystem "Passport" zu ändern.
Die Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten seien nun zufrieden, dass das System den Erfordernissen der EU-Datenschutz-Richtlinien entsprechen werde, sagte Jonathan Todd, Sprecher der EU-Kommission, am Donnerstag in Brüssel.
Microsoft hat eingewilligt, Passport nach den Auflagen der Kommission umzubauen. Die Vorgaben der EU würden in einem Zeitraum von zwei bis 18 Monaten umgesetzt, sagte Peter Fleischer, Senior Manager von Microsoft für den Bereich EMEA.
Die Änderungen umfassen unter anderem wesentlich mehr Möglichkeiten, seine Daten gegen ubeabsichtigte Weitergabe zu schützen, es gilt das Opt-in-Prinzip.
Autmatisches Ausfüllen von Formularen
Das System ist Teil von Microsofts ".Net-Strategie". Es soll den
Internet-Nutzern beim Online-Einkauf Zeit und Mühe sparen, indem es
automatisch die Daten für die Registrierung bei bestimmten Diensten
ausfüllt.
Regelung des Datenschutzes in PassportSo sieht es Todd
Ins Fadenkreuz der Kritik war "Passport" geraten, da die Nutzer nach Meinung der EU-Datenschützern nicht ausreichend darüber aufgeklärt werden, in welcher Form ihre persönlichen Daten verwendet werden.
Microsoft habe nach Gesprächen mit der Wettbewerbsbehörde eingewilligt, Datenschutz-Maßnahmen in das System einzubauen, teilte die EU-Kommission mit. Künftig sollen die mit Passport verbundenen Websites den Datenschutz-Standards entsprechen und somit verhindert werden, dass die sensiblen Daten in die falschen Hände geraten.
"Das Anliegen war, dass die Kunden wissen sollten, wofür ihre persönlichen Daten genutzt werden können", sagte Todd. Mit dem Einlenken Microsofts gebe es in dieser Sache keinen Grund mehr für Sanktionen gegen das Unternehmen.
Hotmail is next
Die EU-Datenschützer sehen die Sache weniger euphorisch und
kündigten an, als Nächstes die Praxis der Datensammlung bei
Microsofts kostenlosem Dienst Hotmail zu untersuchen.
Die Passport-Regelung in den USA
