T-Mobile zügelt Übernahmeappetit
Die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, hat einem Zeitungsbericht zufolge ihr Interesse an einer Übermahme des niederländischen Mobilfunkers O2 verloren.
Die schwierige vertragliche Situation, in der sich O2 mit Lieferanten und Partnern befinde, würde die Integrationskosten so hoch schrauben, dass sich der Kauf nicht lohne, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Informationen aus dem Deutsche-Telekom-Konzern.
"Wenn wir O2 Niederlande übernehmen würden, müsste uns [die Muttergesellschaft] MMO2 Geld geben, aber keines fordern." Für eine Stellungnahme war bei der Telekom wie auch bei T-Mobile zunächst niemand zu erreichen.
Die niederländische MMO2-Tochter fährt im Gegensatz zu den Konzernaktivitäten in Deutschland, Großbritannien und Irland operative Verluste ein. Marktführer in den Niederlanden ist mit rund 43 Prozent die Mobilfunktochter von KPN, KPN Mobile, gefolgt von der Vodafone-Tochter Libertel mit einem Marktanteil von rund 27 Prozent. Das restliche Drittel teilen sich mit ähnlichen Anteilen O2, die T-Mobile-Tochter Ben und die Orange-Tochter Dutchtone.
DT übernimmt Mobilfunker BenEin Interessent sollte noch da sein
O2 ist die Tochter des britischen Mobilfunkkonzerns MMO2. Die Briten versuchen Industriekreisen zufolge schon seit Wochen, sich von der Verluste schreibenden niederländischen Tochter zu trennen.
Zuletzt hatte es aus verhandlungsnahen Kreisen geheißen, die britische Vodafone habe nach anfänglichem Interesse an O2 ihre Gespräche mit dem Mobilfunkanbieter eingestellt.
Mit der Deutschen Telekom sei aber noch ein weiterer Interessent am Ball für O2 Niederlande, hatte es geheißen.
