AT&T mit Milliardenverlust
Der US-Telekom-Riese AT&T hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 13,1 Milliarden USD [12,2 Mrd. Euro] oder 17,08 USD je Aktie ausgewiesen gegenüber einem Gewinn von 9,9 Milliarden USD oder 12,51 USD je Aktie im Jahr 2001.
Die Einbußen waren auf Verluste bei der inzwischen verkauften Kabelfernsehsparte AT&T Broadband und bei anderen nicht weitergeführten Geschäftsbereichen sowie auf neue Bilanzierungsvorschriften zurückzuführen.
Ohne Sonderbelastungen hätte AT&T im Jahr 2002 aus dem laufenden Geschäft 1,26 USD je Aktie verdient. Der Jahresumsatz schrumpfte um 10,4 Prozent auf 37,8 Milliarden USD.
Kurssturz bei AT&T
Die Aktien der größten US- Ferngesprächsgesellschaft sind am
Donnerstag massiv um 21,40 Prozent auf 19,90 USD eingebrochen.
AT&T-Chef David W. Dorman hob das Wachstum bei Ortsgesprächen und im
Datengeschäft hervor, das trotz der unsicheren Wirtschaftslage
verbucht worden sei.
At&T Investor RelationsViertes Quartal 2002
AT&T hatte im vierten Quartal 516 Millionen USD oder 66 Cent je Aktie verdient gegenüber einem Verlust von 1,4 Milliarden USD oder 1,97 USD je Aktie im vierten Quartal 2001. Der Gewinn war zum Teil auf den Verkauf der Kabelfernsehsparte zurückzuführen.
Allerdings fiel aus dem laufenden Geschäft wegen Wertberichtigungen im Zusammenhang mit früheren Investments bei AT&T Latin America sowie Kosten für geplante Entlassungen ein Quartalsverlust von 79 Cent je Aktie an.
AT&T setzte im Schlussquartal 9,3 Milliarden USD um, minus 8,6 Prozent.
Stellenabbau
Die Gesellschaft hatte seit Beginn der Telekom-Flaute vor mehr
als zwei Jahren bereits 10.000 Stellen gestrichen und will nach
Angaben von CBS MarketWatch im ersten Halbjahr 2002 weitere 3.500
Mitarbeiter nach Hause schicken.
AT&T will 3.500 Stellen streichenKeine Erholung in Sicht
AT&T rechnet nicht mit einer baldigen Wende in der Telekom-Branche.
Das Unternehmen will jedoch Marktanteile gewinnen und erwartet einen geringeren Umsatzrückgang als im Jahr 2002.
AT&T geht für das erste Quartal 2003 von einem Gewinn von 50 bis 55 Cent je Aktie aus. Die Investitionen sollen 3,3 bis 3,5 Milliarden USD erreichen.
