JoWooD und VeriSign kooperieren
Der österreichische Spielehersteller JoWooD produziert Handyversionen seiner Games für den US-Konzern VeriSign. Die Unternehmen arbeiten bei Portierung und Vertrieb eng zusammen.
"VeriSign braucht Content und wir können ihn liefern", sagt Albert Seidl, der für Marketing und Verkauf zuständige Vorstand von JoWooD. "Große Spieleanbieter wie EA oder Take 2 haben schon Vertriebskanäle für mobile Games."
Zunächst wird JoWooD mobile Versionen des Action-Shooters "Panzer Elite" und des Fun-Strategiespiels "Böse Nachbarn" entwickeln. "Es wird sich um kleinere Games handeln, die man für fünf Minuten einmal unterwegs spielen kann", sagt Seidl. VeriSign und JoWooD hätten schon spezialisierte Studios ausgewählt, die sich um die Portierung der Mini-Spiele auf Java für Mobiltelefone kümmern sollten.
Spiele "nicht 1:1 portierbar"
"Es ist nicht einfach, die Tastatursteuerung von 'Böse Nachbarn' auf Handys zu übertragen", berichtet Seidl, "die Spiele sind nicht 1:1 portierbar." Bei den Strategie- und Aufbauspielen, für die JoWooD bekannt ist, suche man nach Lösungen, bei denen man möglichst viel von der Atmosphäre des ursprünglichen Spiele-Universums bewahren könne. "Die Spiele werden dann aber actionlastiger sein", sagt Seidl.
Während JoWooD Games aus seinem Portfolio fürs Spielen auf Mobiltelefonen umgestaltet, wird VeriSign dem österreichischen Anbieter seine internationale Vertriebsstruktur öffnen und Know-how auf dem Gebiet der Softwareentwicklung für Handys mitbringen. "Der finanzielle Aufwand der Entwicklung liegt erst einmal bei uns", sagt Seidl, "aber VeriSign wird uns bei Jamba, T-Mobile Deutschland und Orange promoten."
VeriSign-Tochter übernimmt Backend
Die ebenfalls in Österreich ansässige VeriSign-Tochter 3United Mobile Solutions kümmere sich um die Backend-Aspekte des Geschäfts, vor allem um die Abrechnungssysteme, erzählt Seidl, auch die Nähe der beiden Unternehmen am Standort hätte bei der Kooperationsentscheidung eine Rolle gespielt.
Die VeriSign Corporation ist unter anderem an dem Klingelton- und Handygames-Anbieter Jamba beteiligt, von dem sie kürzlich 51 Prozent für etwa 188 Millionen US-Dollar an Rupert Murdochs News Corp. verkaufte.
