Microsoft zahlt erstmals Dividende
Die Donnerstag bekannt gegebenen Quartalsergebnisse Microsofts übertrafen sowohl die eigen Voraussagen wie auch jene der Analysten. Der Gewinn von 2,55 Milliarden Dollar lag höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs [2,28 Mrd USD].
Die Umsätze waren noch deutlicher gestiegen, nämlich von 7,74 auf 8,54 Milliarden.
Zum ersten Mal in der Firmengeschichte wird an die Aktieninhaber eine Dividende von 16 Cent pro Aktie ["Pre-Split"] ausgeschüttet. Allgemein wird diese Umsatz- und Gewinnsteigerung auf die geänderte Lizenzierungspolitik von Microsoft zurückgeführt.
Microsoft-Gründer Bill Gates wird mit seiner rund elfprozentigen Beteiligung jährlich rund 99 Millionen USD Dividende erhalten. Die Gesamtausschüttung wird Microsoft jährlich etwa 870 Millionen USD kosten.
Sun: Investor RelationsWenn die Sonne sinkt
Sun Microsystems hat im abgelaufenen Quartal wegen milliardenschwerer Abschreibungen den höchsten Verlust in der Unternehmensgeschichte geschrieben.
Im zweiten Geschäftsquartal bis Ende Dezember habe der Nettoverlust 2,28 Milliarden Dollar oder 0,72 Dollar je Aktie betragen nach einem Minus von 431 Millionen Dollar vor einem Jahr, teilte das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen heute Donnerstag nach Börsenschluss mit.
Der Quartalsumsatz sank auf 2,92 Milliarden Dollar [Vorjahreszeitraum 3,11].
Im November zur Comdex 2002 hatte Sun-CEO Scott McNealy die Liquidität seines Unternehmens gepriesen. Er verblüffte die Zuhörer mit den Worten:
"Wir haben tonnenweise Cash."IBM mit 1,9 Mrd. im Plus
Am Donnerstagabend gab auch IBM die aktuellen Quartalszahlen bekannt. Der Umsatz ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2001 von 22,14 auf 23,7 Milliarden Dollar zwar gestiegen, die Gewinne aber stiegen nicht.
Die fielen im sechsten Quartal in Folge, dennoch reichte es für einen Gewinn von 1,9 Milliarden USD. Aus Bilanzierungsgründen ist die Festplatten-Sparte - die Mehrheitsbeteiligung ging an Hitachi - in dieser Rechnung nicht enthalten.
